Cannabis
Herkunft/Abstammung
Hanf kommt vermutlich aus Zentralasien und hat sich von dort über den mittleren Osten und dann in Europa bis nach Nord und Südamerika ausgebreitet.
Lange Zeit wurde der Hanf in Handwerk, Industrie und dem alltäglichen Leben eine viel größere Rolle als heute. Er wurde als Faser und Ölpflanze angebaut. Durch die Entwicklung von Kunstfasern wurde Hanf für die Industrie immer unwichtiger.
Auch galt Hanf als der Tabak des armen Mannes und wurde Knaster genannt.
Cannabis ist zweihäusig, d.h. dass die Pflanze weiblich oder männlich ist. Sie ist sehr genügsam und wächst in fast allen Klimazonen.
Die Herkunftsländer sind Afrika, Amerika, Mittlerer und Naher Osten und Südostasien. Hier finden sie ihre besten Bedingungen.
Immer wichtiger für die Herkunft wird auch der sogenannte Indooranbau. Durch viel bessere Wachstumsbedingungen  im Innenbereich mit speziellen Lampen wird ein wesentlich höherer THC-Gehalt(Wirkstoff) in der Blüte der weiblichen Pflanze erzeugt.
Die getrockneten Blüten der weiblichen Pflanze werden getrocknet und fermentiert. Oft werden die Pflanzenteile auch gesiebt und gepresst und ergeben so das Haschisch das zumeist in Plattenform angeboten wird.
Zumeist werden dieses Harz oder die Blüten mit Tabak vermischt geraucht.
Es gibt aber auch ganz andere Darreichungsformen als Öl oder in Speisen oder als Tee. Dadurch erhöht sich die Gefahr des ungewollten Rauschempfindens, dass oft als unangenehm empfunden wird.
Wenn Cannabis über Speisen aufgenommen wird erzeugt es einen länger anhaltenden Rausch als wenn es über die Lungen in die Blutbahn gerät.
Wirkung/Nachweisbar
Wann der Wirkstoff das „High“ erzeugt hängt also zumeist von der Konsumform ab.
Beim  Rauchen tritt die Wirkung nach ca. 15 Minuten ein und endet nach ca. 1-3 Stunden.
Im Urin ist Cannabis ungefähr 30 Tage nachweisbar. Wesentlich länger dagegen lässt sich der Wirkstoff  in den Haaren nachweisen.
Gefahr/Sucht
Durch die Einnahme von Cannabis können akute psychotische Symptome ausgelöst werden. In der Regel verschwinden diese wieder nach einigen Tagen.
Es ist nicht belegt, dass es so etwas wie eine Cannabispsychose gibt.
4-7% der Konsumenten können nicht aufhören zu rauchen .
Wer regelmäßig geraucht hat und seine Gewohnheit aufgeben will  wird milde Entzugssymptome wie Schlaflosigkeit und Unruhe  empfinden. Nach mehreren Tagen sind diese aber meist überstanden.
Wer also dauerhaft seine Gewohnheit aufgeben will hat es zu meist nicht schwer wenn er nicht eine seelische Abhängigkeit zu der Wirkung entwickelt hat.
Recht
Wer Betäubungsmittel unerlaubt anbaut herstellt mit ihnen Handel treibt, einführt, veräußert, abgibt sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sie sich in sonstiger Weise verschafft, der kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden.
Das Strafmaß entscheidet sich zumeist an der Einschätzung in“ gering“ oder“ nicht gering“ ,was sich auch an der gefundenen Menge der Droge und der Einschätzung ob zum eigenen Gebrauch oder zum Handel ausmachen kann.
Jedes Bundesland hat eine eigenständige Regelung und danach bemisst sich auch die als Eigenbedarf eingeschätzte Menge.
Die Menge liegt zwischen 3 und 30 g. Wer mit der Droge handelt muss bei der kleinsten Menge mit Bestrafung rechnen.
Im Straßenverkehr gilt Cannabis als nicht verkehrsfähig. Da es bisher keine Grenzwertbestimmungen wie beim Alkohol gibt, reicht jeder Nachweis illegaler Drogen für eine Ordnungswidrigkeit aus.
Man muss damit rechnen als fahruntauglich eingeschätzt zu werden wenn man unter dem Einfluss von Cannabis im Straßenverkehr teilnimmt.
Safer Use