Ess-Störungen

Im Jahre 2006 starben gleich zwei Topmodels durch ihre Magersucht. Kein Wunder, denn der Druck, perfekt auszusehen und Anerkennung zu bekommen wird immer größer. Schaut man sich die Bilder in Magazinen und auf Plakaten an, strahlen einem wunderschöne, schlanke Frauen mit dem perfekten Körper entgegen. Für viele Mädels DIE Motivation, noch weniger zu essen un den Körper an seine Grenzen zu bringen.


Vanessa, 19 Jahre

"Am Anfang wollte ich nur ein paar Kilos abnehmen, um in meine Lieblingshose wieder reinzupassen. Ich hab zuerst einfach weniger gegessen und dann viel Sport dazu gemacht. Irgendwann bin ich immer tiefer in die Sucht reingerutscht. Ich bin seit 3 Jahren in Therapie - aber meinen Körper kann ich immer noch nicht annehmen"


Was ist Magersucht?

Magersucht bedeutet, immer weniger zu essen, immer dünner zu werden und das Gefühl zu haben, man sei zu dick.

Da der Körper nicht mehr mit allem Notwendigen (Vitamine, Ballaststoffe, Energie...) versorgt wird, treten Mangelerscheinungen auf. Der Körper versucht alles, was Energie kostet, runterzufahren, um nicht völlig zusammenzubrechen. Daher leiden Magersüchtige oft an Müdigkeit und frieren schnell. Auch der Darm funktioniert nicht mehr richtig, was Verstopfungen zur Folge hat. Bei jungen Frauen bleibt oftmals die Menstruation aus und auch die Haare können ausfallen oder werden dünner. Jede/Jeder 7. bis 10. Magersüchtige stirbt an dieser Krankheit.

Auf eine Magersucht kann hinweisen:

  • Der Körper erscheint als Feind, er wird bekämpft.
  • Ständig wiegen.
  • Sich immer zu dick fühlen, auch wenn das Gewicht sinkt.
  • Rückzug von Familie, Freundinnen/Freunden
  • Gegenüber anderen Essen vortäuschen, z.B. kauen und dann wieder ausspucken.


Wenn mehrere Punkte auf dich zutreffen, dann melde dich bei einer Beratungsstelle! In der rechten Spalte findest du einige Anlaufstellen.