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Lebensmüde

Es gibt kaum einen Jugendlichen, der nicht einmal über den Tod und über Selbstmord nachdenkt. Aber es gibt eine Grenze, an denen das Gedankenspiel zur realen Gefahr wird.


Anonym, 18 Jahre

Ich bin schon lange deppressiv, habe Selbstmordgedanken, finde mein Leben total sinnlos und unnötig. Hatte noch nie wirklich Freunde, und die Kontakte die ich noch vor Jahren hatte, hab ich dann abgebrochen. Mich hat alles einfach nur genervt und gelangweillt... Hab nie den Mut gehabt mich selbst umzubringen - bis jetzt nicht.


Wann ist man in Gefahr?

Die folgenden Punkte können auf solch eine Gefahr hindeuten:

 

  • bei starken Veränderungen seiner Essens- und Schlafgewohnheiten
  • wenn sich jemand plötzlich nichts mehr aus liebgewonnen Dingen macht - z.B. seine Lieblings-CDs, Klamotten oder sein Haustier verschenkt
  • wenn sich jemand von seinen Freunden abkapselt
  • wenn jemand nach der Trennung von einem geliebten Menschen in tiefe, nicht enden wollende Depressionen verfällt
  • bei plötzlicher Verschlechterung der Schulnotenbei allgemeiner Hoffnungslosigkeit
  • bei vermehrten Äußerungen über Selbsthass
  • bei ständiger Rastlosigkeit und Überaktivitätwenn jemand einen Selbstmordversuch begeht

Gefahr besteht vor allem wenn ...

  • jemand sagt, dass er sich selbst verletzen will
  • jemand einen Plan hat, wie er das machen will
  • jemand Tabletten bunkert oder sich eine Waffe besorgt
  • es Anzeichen dafür gibt, dass sich jemand bereits verletzt hat
  • jemand weggetreten oder bewusstlos aufgefunden wird