Lieber mal Abstand halten ....

Zivilcourage: Nicht ob, sondern dass wir etwas tun können wenn andere in Bedrängnis kommen ......


Lina, 20 Jahre

Kürzlich stand ich nach der Disco vor einem Schaufenster und wartete auf eine Freundin. Da kamen zwei Jungs, die offensichtlich schon ordentlich was getrunken hatten. Sie blieben vor mir stehen und fingen an zu grölen „Geile Titten, Mann“, „Zeig mal deinen Arsch“ usw. Der eine kam auf mich zu und zog an meinem Pulli. Ich schrie, er soll mich in Ruhe lassen, doch er hat nur gelacht. Ich habe den Leuten, die vorbeikamen, zugerufen, dass sie mir helfen sollten, die haben aber einfach nur zugeschaut oder sind weitergelaufen. Um die Polizei zu rufen, fehlten mir die Nerven, ich wollte nur noch nach Hause.


Sechs kluge Wege

Es gibt eine Reihe von Dingen, die jeder tun kann, wenn Mitmenschen belästigt, bedroht oder beraubt werden: Sechs kluge Wege, anderen zu helfen – ohne sich dabei selber in Gefahr zu bringen:

Hilfe holen

Notrufe sind kostenfrei – egal ob von der Notrufsäule, dem Mobiltelefon oder einer Telefonzelle aus. Über die Nummer 110 erreichst du bundesweit die Polizei. Versuche die Situation am besten in wenigen Worten, aber gleichzeitig umfassend zu schildern.
Beantworte die W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo?
Und behalte nichts für dich, das womöglich wichtig sein könnte:
Auch Vermutungen helfen der Polizei oft weiter!