Pornos

"Natürlich guck ich auch Pornos - das machen doch alle Jungs! Wenn ich mal eine Freundin habe, hör ich natürlich damit auf, denn das wäre ja wie fremdgehen."

anonymer 15-Jähriger


Was? Warum stehen Pornos neben solchen Themen wie Alkohol, Rauchen, KO-Tropfen und anderen Drogen? Pornos gehören doch mittlerweile zu den Dingen, worüber man offen sprechen kann, oder?

Ja, Pornos sind für viele Menschen normal oder sogar Alltag geworden. Das erkennt man in der Sprache (Foodporn, Pornogeil, usw.), Foren, Zeitschriften, Gesprächen, Werbung, usw.

Trotzdem bleibt die Frage, ob Pornos uns verändern oder nicht. Einige Studien haben herausgefunden, dass Pornos Auswirkungen auf unser Gehirn, unser (seelisches) Herz und unsere Welt haben. Welche kannst du hier herausfinden. Außerdem findest du noch ein paar Zahlen aus Deutschland, Erlebnisberichte von EX-Darsteller und ein Test über den eigenen Pornokonsum.

Falls du mehr Infos und Hintegründe über Pornos haben möchtest oder Hilfe brauchst, klick einfach rechts mal rein.



Herz

In einer Beziehung mit echten Menschen geht es um die gesamte Person, inklusive ihrer Gedanken, Talente, Ideen, Schwachpunkte,… du kannst die Liste unendlich lang fortsetzten. Im echten Leben hat dein Partner gute, aber auch mal schlechte Tage.

In Pornos dagegen sehen alle dank Schminke und Photoshop immer perfekt aus. Der Blick wird immer auf wenige Körperteile fokussiert. Auch haben immer alle Lust auf alles und keine eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Und wenn dem User etwas nicht gefällt ist ein „besseres“ Video nur wenige Klicks entfernt. Die Darsteller sind also keine Menschen mehr, sondern nur Sexobjekte, die die Bedürfnisse des Users befriedigen müssen. Klingt nicht besonders nach realem Leben oder wahrer Liebe, oder?

Studien haben festgestellt, dass Männer nach dem Pornokonsum auch im realen Leben fokussierter auf einzelne Körperteile achteten und sogar die Liebe für den eigenen Partner geringer einstufen,  als vor dem Pornokonsum. Außerdem waren Männer danach über das Aussehen, die sexuelle Neugier und die „sexuelle Leistung“ der Partnerin unglücklicher. Dadurch kann es zu weniger Sex in der Beziehung und mehr Pornokonsum kommen.

Aber auch auf das Selbstwert können Pornos Auswirkungen haben. Da ein 45 minütiger Porno ungefähr das Ergebnis von drei Drehtagen ist, setzen sich viele in der eigenen „sexuellen Leistung“ unter Druck. Wird man diesen Anforderungen nicht gerecht, kann es zu einem schlechtem Selbstwertgefühl oder Angst vor Intimität kommen.

Schließlich fühlen viele Partner sich verraten, unwürdig und wütend, wenn sie herausfinden, dass der andere Partner Pornos anschaut.

Kurz gesagt: Pornos erzeugen falsche Erwartungen und beeinträchtigten somit die Beziehung zu sich selbst und zum Partner.