Pornos

"Natürlich guck ich auch Pornos - das machen doch alle Jungs! Wenn ich mal eine Freundin habe, hör ich natürlich damit auf, denn das wäre ja wie fremdgehen."

anonymer 15-Jähriger


Was? Warum stehen Pornos neben solchen Themen wie Alkohol, Rauchen, KO-Tropfen und anderen Drogen? Pornos gehören doch mittlerweile zu den Dingen, worüber man offen sprechen kann, oder?

Ja, Pornos sind für viele Menschen normal oder sogar Alltag geworden. Das erkennt man in der Sprache (Foodporn, Pornogeil, usw.), Foren, Zeitschriften, Gesprächen, Werbung, usw.

Trotzdem bleibt die Frage, ob Pornos uns verändern oder nicht. Einige Studien haben herausgefunden, dass Pornos Auswirkungen auf unser Gehirn, unser (seelisches) Herz und unsere Welt haben. Welche kannst du hier herausfinden. Außerdem findest du noch ein paar Zahlen aus Deutschland, Erlebnisberichte von Ex-Darsteller und ein Test über den eigenen Pornokonsum.

Falls du mehr Infos und Hintegründe über Pornos haben möchtest oder Hilfe brauchst, klick einfach rechts mal rein.


Gehirn

Häufiges Schauen von Pornos verändert das Gehirn. Warum erfährst du kurz zusammengefasst im Text oder in diesem Video: (Es gibt deutsche Untertitel)

Die Veränderung des Gehirns liegt vor allem am sogenannten „Reward-Circuit“ (Belohnungssystem). Die Aufgabe dieses Belohnungssystem ist Lebenserhaltende Tätigkeiten, (wie Essen, zwischenmenschliche Beziehungen oder eben Sex, welcher neues Leben schafft) zu belohnen. Diese Belohnung erfolgt durch das Glückshormon Dopamin.

Dopamin lässt dich gut fühlen und sorgt dafür, dass du dich an die Erfahrung erinnerst und es wieder tun solltest.

Soweit so gut, aber daraus entstehen drei Probleme:

1. Durch andauernde Dopaminschübe sendet das Gehirn einen weiteren Stoff aus, welcher die Dopaminrezeptoren (Empfänger) blockiert. Das heißt selbst bei gleich hoher Ausschüttung von Dopamin fühlt man sich nicht mehr so glücklich wie vorher. Also muss für eine größere Ausschüttung von Dopamin gesorgt werden, welche durch mehr Pornografiekonsum oder härte Pornos hervorgerufen wird. Welchen Unterschied das macht, kannst du in Studienergebnisse sehen.

2.Durch immer härtere Pornos in Verbindung mit Dopamin verlangt das Gehirn nach den Gesehenen Aktivitäten. Ein drastisches Beispiel hat Jim Faust dieses Verlangen an Ratten überprüft. Dabei hat er jungfräuliche männliche Ratten in einen Käfig mit paarungswilligen weiblichen Ratten gesetzt. Die weiblichen Ratten waren allerdings mit Verwesungsduft eingesprüht, welcher verständlicherweise eher sehr abstoßend wirkt. Durch die Verbindung von Sex und diesen Verwesungsduft haben die männlichen Ratten nach einigen Durchgängen mit in Verwesungsduft getränkten Handtüchern gespielt, statt sich davon abzuwenden. Überträgt man das auf beispielsweise sexuelle Gewalt, wird es für viele Hochkonsumenten also „normal“, Gewalt beim Sex anzuwenden.

Ist man einen dauerhaftes Dopamin-Level gewöhnt kann es zur Sucht nach Pornos kommen. Problem dabei ist ,wie bei anderen Süchten auch, dass durch eine Sucht der Teil des Gehirns für logische Entscheidungen und Problemlösungen deaktiviert wird.