Nikotin

Vorkommen und Herstellung
Tabak wächst in fast allen Breitengraden. Die Pflanze hat die Hälfte der Höhe eines Maisstengels, und entwickelt Blätter aus denen Tabak konsumfertig hergestellt werden kann. Der Tabak wird getrocknet, fermentiert in feine Streifen geschnitten und dann zu Zigaretten verarbeitet. Es gibt Tabak aber auch in anderen Formen etwa als Schnupftabak oder als den gröberen Pfeifentabak.

Abstammung
Als das Ursprungsland der Pflanze gelten Nord und Südamerika. Dort fand der Tabak oft bei kultischen Handlungen Verwendung. Im 16. Jahrhundert gelangte die Pflanze schließlich nach Europa. Mit der Massenanfertigung von Zigaretten durch die Industrie erfuhr das Rauchen schließlich seine größte Verbreitung.

Verwendung, Konsumform
Tabak wird auf unterschiedlichste Weise geraucht oder geschnupft oder gekaut. Von der orientalischen Shisha, dem Zigarillo, der Pfeife und dem Schnupftabak oder dem uns ungewohnten und mancherorts verbotenen Kautabaks gibt es eine breite Palette von Tabakprodukten. 90% allen
Konsums von Tabak fällt auf die Zigarettenraucher.

Wirkung
Der Hauptwirkstoff des Tabaks ist das Nikotin. Es enthält aber auch noch etwa 4000 andere Inhaltsstoffe. Ganze 4o dieser Substanzen sind krebserregend. Bei Stress kann Nikotin beruhigend bei Niedergeschlagenheit anregend wirken. Das Gehirn bildet für Nikotin besondere Rezeptoren aus, um den Wirkstoff besser aufzunehmen. Dadurch wird auch der Mangel stärker empfunden während des Rauchens, als nach etwa 6 Wochen nach Beenden des Rauchens wenn das Nikotin den Körper verlässt.

Gefahr / Sucht
Nikotin hat eine mit stärkeren Suchtmitteln wie Morphin, Amphetamin und Kokain vergleichbare suchterzeugende Wirkung. Wer raucht, setzt sich der Gefahr der schnellen Toleranzbildung und langfristig schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken aus. Nikotin wird also dafür verantwortlich gemacht, dass der Mensch vom Rauchen abhängig werden kann. Die anderen Wirkstoffe gelten als dem Organismus schädlich, ein Teil davon ist krebserregend. Täglich sterben 270 Menschen in Deutschland am Rauchen, das sind 111000 im Jahr. Bei zunehmender Abhängigkeit treten die negativen Begleiterscheinungen wie Husten, Schnupfen, Schwitzen und Übelkeit meist in den Hintergrund und die psychotrope Fähigkeit Angst zu mildern und die Konzentration zu schärfen kommen zum Vorschein.Gleichzeitig beginnt eine Gewöhnungsphase, in der man das Rauchen in Verbindung mit Situationen und Gelegenheiten zur Gewohnheit werden lässt. Aufgrund der Toleranzbildung hören beim Gewohnheitsraucher die positiven Effekte auf und der Wunsch nach einer Zigarette erhöht sich. Da Nikotin immer verfügbar ist, ist auch die Fortsetzung des Konsums begünstigt. Für Kinder ist das Schlucken von ungerauchtem Tabak sehr gefährlich.

Recht
Rauchen darf, wer 18 Jahre alt ist. Dazu braucht man in der Regel seinen Ausweis. Kontrollen an Tankstellen und Einkaufsstellen vermehren sich, aber es ist dennoch nicht schwer, an Zigaretten zu kommen. In den meisten Gaststätten ist das Rauchen in Deutschland verboten oder beschränkt auf bestimmte Räume. Das Rauchen ist aus weiten Teilen der Öffentlichkeit verbannt worden.